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Wien, 13. Jänner 2026 (aiz.info)

Agrana bestätigt trotz schwierigem Marktumfeld Jahresprognose mit EBIT-Anstieg

Umsatz und Konzerngewinn in den ersten drei Quartalen 2025/26 gesunken

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 (1. März bis 30. November 2025) verzeichnete der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern Agrana im Vergleich zum Vorjahr sowohl beim Umsatz mit 2.494,0 Mio. € (Vorjahr: 2.707,8 Mio. €) als auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) mit 48,4 Mio. (Vorjahr: 51,5 Mio. €) einen moderaten Rückgang. Während im Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions (FBS) das EBIT aufgrund einer besseren Performance im Rezepturen- und Getränkebereich deutlich stieg, führten im Geschäftsbereich Agricultural Commodities & Specialities (ACS) schwächere Margen bei Ethanol und Verzuckerungsprodukten, niedrigere Zuckerabsatzpreise sowie einmalige Personalaufwendungen für Restrukturierungsschritte zu einer Verschlechterung des Ergebnisses. 
 
„Wir sind beim Erreichen unserer Finanzziele für 2025/26 auf Kurs. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) stieg im dritten Quartal wie prognostiziert deutlich an, sodass wir nach neun Monaten trotz schwieriger Marktbedingungen und einmaliger Zucker-Restrukturierungskosten ein nahezu stabiles Ergebnis erzielten. Das Segment Food & Beverage Solutions hat hierzu wesentlich beigetragen. Trotz weiterhin unbefriedigender operativer Ergebnisse im Zuckergeschäft zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Dies bestätigt, dass unsere eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen Wirkung zeigen und wir in die richtige Richtung gehen,“ betont Agrana-CEO Stephan Büttner. „Das Segment Food & Beverage Solutions trug in Q1–3 2025/26 maßgeblich zur Stabilität des Gruppen-EBIT bei und bleibt Basis der unveränderten EBIT-Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26. Wir erwarten einen deutlichen Anstieg auf einen Wert zwischen rund 45 bis 60 Mio. €.“ 
 
Segment Food & Beverage Solutions (FBS) 
 
Der Umsatz im Segment FBS lag in Q1–3 2025/26 mit 1.252,1 Mio. €  über dem Vorjahreswert. Während die Umsätze bei Rezepturen preisbedingt leicht stiegen, gingen sie im Getränkebereich mengenbedingt in Summe etwas zurück. 
 
Das EBIT stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 89,8 Mio. € an (Q1–3 Vorjahr: 72,9 Mio. €). Die deutliche Verbesserung war sowohl auf eine positive Geschäftsentwicklung bei Rezepturen als auch im Getränkebereich zurückzuführen. 
 
Segment ACS – Stärke 
 
In den ersten drei Quartalen 2025/26 betrug der Umsatz im Segment ACS – Stärke 756,2 Mio. € und lag damit leicht unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Wesentliche Gründe dafür waren gesunkene Absätze und Verkaufspreise bei Verzuckerungsprodukten sowie niedrigere Ethanol-Notierungen.  
 
Das EBIT lag mit 18,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert – hauptsächlich wegen geringerer Margen im Ethanolbereich und bei Verzuckerungsprodukten. Während die Verkaufspreise für Hauptprodukte sanken, waren die Rohstoffkosten höher als im Vorjahreszeitraum. 
 
Segment ACS – Zucker 
 
Im Segment ACS – Zucker lag der Umsatz in Q1–3 2025/26 mit 458,5 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Leicht höheren Zuckerabsätzen an die Industrie standen sehr deutlich gesunkene Verkäufe im Retailbereich gegenüber. Eine weitere maßgebliche Ursache des Umsatzrückgangs waren markant gesunkene Zuckerverkaufspreise im 
Industriebereich. 
 
Das EBIT verschlechterte sich im Vergleichszeitraum um 18 % auf –45,1 Mio. €. In den Defizitmärkten der CEE-Region führte erheblicher Preisdruck zu negativen Auswirkungen auf die Absatzmengen im Einzelhandel. Zusätzlich belasteten die deutlich niedrigeren Zuckerverkaufspreise im Industriebereich die Margen. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kosteneinsparung und Optimierung bewirkten jedoch ab dem zweiten Quartal eine fortlaufende Verbesserung des operativen Ergebnisses; der Verlust lag mit –22,4 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von –32,7 Mio. €. 
 
Mit der Einstellung der Zuckerproduktionen in Leopoldsdorf (Ö) und Hrušovany (CZ) wurde im Frühjahr 2025 ein Sozialplan ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang wurden in Q1–3 2025/26 (zum Großteil im ersten Quartal) 20,4 Mio. €, primär an Personalaufwendungen, verbucht. Dieses Ergebnis aus Sondereinflüssen hatte eine negative Auswirkung auf das EBIT. 
 
 Ausblick 
 
Agrana rechnet für das volle Geschäftsjahr 2025/26 mit einem deutlichen Anstieg beim Konzern-EBIT. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Rückgang ausgegangen. Das Investitionsvolumen der Agrana-Gruppe soll in Summe mit rund 100 Mio. € sowohl deutlich unter dem Wert von 2024/25 als auch deutlich unter dem geplanten Abschreibungsniveau (rund 112 Mio. €) liegen. (Schluss)
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