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Brüssel, 8. Jänner 2026 (aiz.info)

Totschnig warnt: Ohne starke GAP schwächen wir Europas Ernährungssicherheit

EU-Agrarminister-Treffen in Brüssel

Beim Treffen der EU-Landwirtschaftsminister am 7. Jänner 2026 in Brüssel hat Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig unmissverständlich klargemacht: Die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) entscheidet über Ernährungssicherheit, bäuerliche Existenzen und den Zusammenhalt Europas. Totschnig dankte der zypriotischen Ratspräsidentschaft und der Europäischen Kommission für die Initiative, gleich zu Jahresbeginn zentrale Weichenstellungen in der europäischen Agrarpolitik zu diskutieren. 
  
Angesichts geopolitischer Krisen, unsicherer Weltmärkte und brüchiger Lieferketten warnt Totschnig eindringlich vor falschen Entscheidungen: Eine verlässliche Lebensmittelversorgung sei keine Selbstverständlichkeit. „Ohne eine starke Landwirtschaft gibt es keine Sicherheit und keine Stabilität – weder für die Menschen noch für die Regionen“, so der Minister. 
  
Besonders deutlich positioniert sich Österreich bei der Finanzierung: Die GAP brauche ein eigenes, starkes Budget. Eine Auflösung in einem großen EU-Sammeltopf lehnt Totschnig klar ab. Vor allem die ländliche Entwicklung müsse gezielt finanziert bleiben – denn dort werde Europa für die Menschen spürbar. 
  
Totschnig betont: „Unsere Bäuerinnen und Bauern sichern tagtäglich die Versorgung der Menschen. Dafür brauchen sie eine starke GAP, faire Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Wer bei der Landwirtschaft spart, spart an der falschen Stelle – nämlich an Europas Ernährung und an unseren Regionen.“ 
  
Auch die steigenden Kosten für Energie, Dünger und anderen Betriebsmitteln stehen im Fokus. Diese setzen die Höfe massiv unter Druck. Gleichzeitig fordert Totschnig weniger Bürokratie und raschere Zulassungen für alternative Pflanzenschutzmittel, um den Betrieben echte Perspektiven zu geben. Österreich werde sich weiterhin klar für eine starke, eigenständige und ausreichend finanzierte GAP einsetzen – als Rückgrat der europäischen Ernährungssicherheit und der ländlichen Räume. (Schluss)
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