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Wien, 31. März 2026 (aiz.info)

Totschnig: For Forest Gruppe ist Allianz gegen Bürokratie

Forstministerinnen und Forstminister beraten über zentrale Herausforderungen der EU-Waldpolitik

Von 31. März bis 1. April fand auf Einladung des derzeitigen Vorsitzlandes Schweden das jährliche Treffen der Forstministerinnen und Forstminister der „For Forest Group +“ statt. Themen des Treffens waren u.a. die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), Kriterien für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie Herausforderungen des Landnutzungssektors im Rahmen der EU-Klimapolitik. Erfreulich ist auch, dass die Gruppe mit Deutschland einen neuen Partner willkommen heißen konnte.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Die Land- und Forstwirtschaft steht derzeit unter enormem Druck. Überbordende Bürokratie und fehlende Perspektiven gefährden die Zukunft unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Zusätzlich stellt die EUDR eine enorme und unverhältnismäßige administrative Belastung dar.
Die For Forest Gruppe vertritt die Anliegen waldreicher Mitgliedstaaten und will nachhaltige Lösungen auf EU-Ebene vorantreiben. Mir ist wichtig, dass wir an einem Strang ziehen, denn nur so verschaffen wir uns auch als kleiner Mitgliedsstaat Gehör. Die Mitgliedstaaten der Gruppe repräsentieren rund 60 Prozent der EU-Waldfläche und verfügen über einen starken Forstsektor. Diese gemeinsame Stärke gilt es zu nutzen, um die Existenz unserer Waldbäuerinnen und Waldbauern zu sichern und die Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu gewährleisten.“

EUDR braucht weitere Vereinfachungen

Vereinfachungsbestrebungen und die Verschiebung des Anwendungsbeginns der EU-Entwaldungsverordnung wurden eingefordert, um eine praxistaugliche Umsetzung sicherzustellen.

Totschnig: „Gemeinsam ist uns ein vorläufiger Stopp und wichtige Vereinfachungsmaßnahmen der EUDR gelungen. Dieser Erfolg verdeutlicht, wie wirksam starke Allianzen auf EU-Ebene sind. Jetzt geht es darum, die Regeln praxistauglich und kosteneffizient auf den Boden zu bringen und weitere Vereinfachungen durchzusetzen. Die Europäische Kommission hat bis Ende April die erforderlichen Klarstellungen und Vereinfachungsvorschläge vorzulegen. Für mich ist klar, dass es weitere Erleichterungen für Länder ohne Entwaldungsrisiko - wie Österreich - braucht.“

Über die For Forest Group +

Die For Forest Group wurde 2022 als informelle, strategische Partnerschaft von Forstministerinnen und -ministern waldreicher EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Finnland, Slowenien und Schweden) auf Initiative Österreichs gegründet.

Das Hauptziel dieser strategischen Partnerschaft besteht darin, eine informelle Plattform zu schaffen, Wissen und bewährte Verfahren auszutauschen, andere EU-Mitgliedstaaten zur Kooperation anzuregen und eine gemeinsame Position zu vertreten.

Da dieses Format auf großes Interesse gestoßen ist, wurde vereinbart, die Kooperation zu erweitern und neue Mitglieder unter dem Dach der For Forest Group + aufzunehmen. So konnte die Gruppe um Frankreich, Italien, Lettland und nun auch um Deutschland erweitert werden.

Österreich wird ab 2027 zum zweiten Mal den Vorsitz der For Forest Group + leiten und die nächste Ministerkonferenz ausrichten. (Schluss)
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