Fischproduktion: Damit Regionalität nicht untergeht
Fastenzeit als Impuls für mehr Wertschätzung regionaler Fischproduktion
Mit dem Beginn der Fastenzeit rückt traditionell der Fisch stärker in den Mittelpunkt vieler Speisepläne. Gleichzeitig macht der sogenannte Fish Dependence Day deutlich, wie stark Österreich von Importen abhängig ist: Bereits Ende Jänner sind rechnerisch die heimischen Fischressourcen für das laufende Jahr aufgebraucht. Ab diesem Zeitpunkt stammt jeder konsumierte Fisch statistisch gesehen aus dem Ausland. Österreich kann derzeit nur rund acht Prozent seines Fischbedarfs selbst decken, über 90% der konsumierten Fische und Meeresfrüchte werden importiert. Auch im Burgenland greifen Konsumentinnen und Konsumenten häufig zu importierten Arten wie Lachs, Thunfisch oder Garnelen.
"Gerade zu Beginn der Fastenzeit, wo wieder verstärkt auf gesundes Essen geachtet wird, ist es wichtig, bewusst auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten. Wer Fisch genießt, sollte verstärkt zu regionalen Produkten greifen. Unsere heimischen Betriebe stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und kurze Transportwege", betont Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland.
Im Burgenland spielen der Neusiedler See, regionale Karpfenteiche, Forellenbetriebe sowie moderne Kreislaufanlagen eine bedeutende Rolle in der Fischproduktion. Aquakultur - also die kontrollierte Aufzucht von Fischen und anderen Wasserorganismen - unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Fischfang und ermöglicht eine planbare, nachhaltige Erzeugung.
Ein Binnenland mit großem Appetit auf Fisch
Die mengenmäßig bedeutendsten Fischarten aus heimischer Aquakultur, welche im Jahr 2024 im Speisefischsektor produziert und vermarktet wurden, waren Regenbogen- bzw. Lachsforelle (-8,9% auf 1.749 Tonnen), gefolgt von Bachsaibling (+0,2% auf 681 Tonnen), Bach- bzw. Seeforelle (+6,3% auf 589 Tonnen), Karpfen (-3,4% auf 539 Tonnen) und Afrikanischer Raubwels (+3,4% auf 511 Tonnen). Aquakultur ist eine kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen, insbesondere Fischen, Garnelen, Krebsen und Algen, anderes als der klassische Fischfang in Gewässern. "Unsere Teichwirtschaften produzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel, sie leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Wasserhaushalt und zur Biodiversität im Burgenland. Gleichzeitig bieten moderne Kreislaufanlagen großes Potenzial, die regionale Versorgung weiter auszubauen", so Berlakovich.
Große Herausforderungen für heimische Betriebe
Die burgenländischen Fischproduzenten, die leider in den letzten Jahren weniger werden, stehen derzeit jedoch vor erheblichen Herausforderungen: steigende Futter- und Energiekosten, Personalmangel, zunehmende Hitzeperioden und Wasserknappheit sowie wachsender Druck durch Fischotter und Kormorane. "Wenn wir wollen, dass regionale Fischproduktion im Burgenland auch in Zukunft eine Rolle spielt, braucht es faire Rahmenbedingungen und eine bewusste Kaufentscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten. Jeder Einkauf ist auch eine Entscheidung für oder gegen regionale Wertschöpfung", erklärt Berlakovich.
Bewusst konsumieren statt verzichten
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich liegt bei rund acht Kilogramm Fisch pro Jahr - deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Dennoch ist die Importabhängigkeit enorm. Der Fish Dependence Day soll daher nicht zum Verzicht auf Fisch aufrufen, sondern das Bewusstsein für Herkunft und Nachhaltigkeit stärken. "Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, regionalen Fisch als heimisches Qualitätsprodukt neu zu entdecken. Wer saisonale und heimische Produkte bevorzugt, trägt dazu bei, Meeresfischerei zu entlasten und unsere bäuerlichen Familienbetriebe im Burgenland zu stärken", betont Berlakovich abschließend.
Die Landwirtschaftskammer Burgenland empfiehlt daher: In der Fastenzeit - aber auch das ganze Jahr über - bewusst regionalen Fisch zu genießen - für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. (Schluss)
"Gerade zu Beginn der Fastenzeit, wo wieder verstärkt auf gesundes Essen geachtet wird, ist es wichtig, bewusst auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten. Wer Fisch genießt, sollte verstärkt zu regionalen Produkten greifen. Unsere heimischen Betriebe stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und kurze Transportwege", betont Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland.
Im Burgenland spielen der Neusiedler See, regionale Karpfenteiche, Forellenbetriebe sowie moderne Kreislaufanlagen eine bedeutende Rolle in der Fischproduktion. Aquakultur - also die kontrollierte Aufzucht von Fischen und anderen Wasserorganismen - unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Fischfang und ermöglicht eine planbare, nachhaltige Erzeugung.
Ein Binnenland mit großem Appetit auf Fisch
Die mengenmäßig bedeutendsten Fischarten aus heimischer Aquakultur, welche im Jahr 2024 im Speisefischsektor produziert und vermarktet wurden, waren Regenbogen- bzw. Lachsforelle (-8,9% auf 1.749 Tonnen), gefolgt von Bachsaibling (+0,2% auf 681 Tonnen), Bach- bzw. Seeforelle (+6,3% auf 589 Tonnen), Karpfen (-3,4% auf 539 Tonnen) und Afrikanischer Raubwels (+3,4% auf 511 Tonnen). Aquakultur ist eine kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen, insbesondere Fischen, Garnelen, Krebsen und Algen, anderes als der klassische Fischfang in Gewässern. "Unsere Teichwirtschaften produzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel, sie leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Wasserhaushalt und zur Biodiversität im Burgenland. Gleichzeitig bieten moderne Kreislaufanlagen großes Potenzial, die regionale Versorgung weiter auszubauen", so Berlakovich.
Große Herausforderungen für heimische Betriebe
Die burgenländischen Fischproduzenten, die leider in den letzten Jahren weniger werden, stehen derzeit jedoch vor erheblichen Herausforderungen: steigende Futter- und Energiekosten, Personalmangel, zunehmende Hitzeperioden und Wasserknappheit sowie wachsender Druck durch Fischotter und Kormorane. "Wenn wir wollen, dass regionale Fischproduktion im Burgenland auch in Zukunft eine Rolle spielt, braucht es faire Rahmenbedingungen und eine bewusste Kaufentscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten. Jeder Einkauf ist auch eine Entscheidung für oder gegen regionale Wertschöpfung", erklärt Berlakovich.
Bewusst konsumieren statt verzichten
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich liegt bei rund acht Kilogramm Fisch pro Jahr - deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Dennoch ist die Importabhängigkeit enorm. Der Fish Dependence Day soll daher nicht zum Verzicht auf Fisch aufrufen, sondern das Bewusstsein für Herkunft und Nachhaltigkeit stärken. "Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, regionalen Fisch als heimisches Qualitätsprodukt neu zu entdecken. Wer saisonale und heimische Produkte bevorzugt, trägt dazu bei, Meeresfischerei zu entlasten und unsere bäuerlichen Familienbetriebe im Burgenland zu stärken", betont Berlakovich abschließend.
Die Landwirtschaftskammer Burgenland empfiehlt daher: In der Fastenzeit - aber auch das ganze Jahr über - bewusst regionalen Fisch zu genießen - für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. (Schluss)
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