BOKU: Erholungswirkung von Wäldern erstmals systematisch messbar
Neues Monitoringsystem entwickelt
Wälder sind unverzichtbare Erholungsräume und leisten einen wesentlichen Beitrag für unsere körperliche und psychische Gesundheit. Gleichzeitig verändern Klimawandel und forstliche Anpassungsmaßnahmen zunehmend deren Struktur und Erscheinungsbild. Ein Forschungsprojekt der BOKU University hat nun erstmals ein Monitoringsystem entwickelt, mit dem die Erholungswirkung klimafitter Wälder in Österreich systematisch erfasst und künftig vergleichbar gemessen werden kann.
„Die Menschen nehmen Veränderungen im Wald sehr genau wahr – sei es durch Pflegeeingriffe, angepasste Bewirtschaftungsformen oder klimabedingte Entwicklungen“, erklärt Arne Arnberger vom Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung der BOKU. „Der Wald ist nicht nur Naturraum, sondern auch ein gesetzlich verankerter Erholungsraum. Umso wichtiger ist es, Wahrnehmungen und Wirkungen fundiert und datenbasiert abzubilden.“
Wie Österreichs Wälder wirklich erlebt werden
Bislang fehlte in Österreich ein standardisiertes Instrument zur Erfassung der Erholungswirkung von Wäldern im Kontext des Klimawandels. Das nun abgeschlossene Projekt REFOMO (REcreation FOrest MOnitoring) schließt diese Lücke. Es kombiniert eine bundesweite Bevölkerungsbefragung mit Expert*innen-Interviews mit Waldbewirtschafter*innen und Grundeigentümer*innen. Erhoben wurden unter anderem Nutzungsmuster, Wahrnehmungen, Einstellungen und Wissen der Bevölkerung sowie Einschätzungen aus der forstlichen Praxis.
„Monitoring bedeutet weit mehr als das Zählen von Besucher*innen“, betont Arnberger. „Entscheidend ist zu verstehen, wie Menschen den Wald erleben, welche Bedeutung er für ihre Erholung und Gesundheit hat und wie forstliche Maßnahmen zur Klimaanpassung bewertet werden.“ Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung ein hohes Verständnis für Maßnahmen zur Sicherung und klimafitten Weiterentwicklung der Wälder aufbringt.
Erholung als Planungsfaktor
Gerade im Frühjahr suchen viele Menschen verstärkt Erholung im Wald. Der Aufenthalt fördert nachweislich das mentale Wohlbefinden – eine Wirkung, die zahlreichen Waldbesucher*innen bewusst ist. Gleichzeitig verändern sich die Ansprüche an den Erholungsraum Wald, was Auswirkungen auf Bewirtschaftung, Naturschutz und Raumplanung haben kann.
„Wenn wir wissen, wie sich Erholungsnutzung und Wahrnehmung entwickeln, können wir Synergien nutzen und potenzielle Nutzungskonflikte frühzeitig erkennen“, so Arnberger. „Das schafft eine fundierte Grundlage für ausgewogene Managementstrategien und zukunftsorientierte Planungsentscheidungen.“
Pilotprojekt für ein dauerhaftes Monitoring
Die in diesem Projekt entwickelten Indikatoren sollen künftig in bestehende österreichische Waldmonitoring-Systeme integriert werden. Damit steht erstmals eine abgestimmte Datengrundlage zur Verfügung, um die Erholungswirkung klimafitter Wälder regelmäßig und langfristig zu beobachten.
Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW, Projektleitung) als bundesweiter Waldmonitoring-Institution sowie mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) durchgeführt. Die Projektleitung an der BOKU lag bei Christiane Brandenburg. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Waldfonds der Republik Österreich.
Weitere Informationen zum Projekt: https://forschung.boku.ac.at/de/projects/15534 (Schluss)
„Die Menschen nehmen Veränderungen im Wald sehr genau wahr – sei es durch Pflegeeingriffe, angepasste Bewirtschaftungsformen oder klimabedingte Entwicklungen“, erklärt Arne Arnberger vom Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung der BOKU. „Der Wald ist nicht nur Naturraum, sondern auch ein gesetzlich verankerter Erholungsraum. Umso wichtiger ist es, Wahrnehmungen und Wirkungen fundiert und datenbasiert abzubilden.“
Wie Österreichs Wälder wirklich erlebt werden
Bislang fehlte in Österreich ein standardisiertes Instrument zur Erfassung der Erholungswirkung von Wäldern im Kontext des Klimawandels. Das nun abgeschlossene Projekt REFOMO (REcreation FOrest MOnitoring) schließt diese Lücke. Es kombiniert eine bundesweite Bevölkerungsbefragung mit Expert*innen-Interviews mit Waldbewirtschafter*innen und Grundeigentümer*innen. Erhoben wurden unter anderem Nutzungsmuster, Wahrnehmungen, Einstellungen und Wissen der Bevölkerung sowie Einschätzungen aus der forstlichen Praxis.
„Monitoring bedeutet weit mehr als das Zählen von Besucher*innen“, betont Arnberger. „Entscheidend ist zu verstehen, wie Menschen den Wald erleben, welche Bedeutung er für ihre Erholung und Gesundheit hat und wie forstliche Maßnahmen zur Klimaanpassung bewertet werden.“ Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung ein hohes Verständnis für Maßnahmen zur Sicherung und klimafitten Weiterentwicklung der Wälder aufbringt.
Erholung als Planungsfaktor
Gerade im Frühjahr suchen viele Menschen verstärkt Erholung im Wald. Der Aufenthalt fördert nachweislich das mentale Wohlbefinden – eine Wirkung, die zahlreichen Waldbesucher*innen bewusst ist. Gleichzeitig verändern sich die Ansprüche an den Erholungsraum Wald, was Auswirkungen auf Bewirtschaftung, Naturschutz und Raumplanung haben kann.
„Wenn wir wissen, wie sich Erholungsnutzung und Wahrnehmung entwickeln, können wir Synergien nutzen und potenzielle Nutzungskonflikte frühzeitig erkennen“, so Arnberger. „Das schafft eine fundierte Grundlage für ausgewogene Managementstrategien und zukunftsorientierte Planungsentscheidungen.“
Pilotprojekt für ein dauerhaftes Monitoring
Die in diesem Projekt entwickelten Indikatoren sollen künftig in bestehende österreichische Waldmonitoring-Systeme integriert werden. Damit steht erstmals eine abgestimmte Datengrundlage zur Verfügung, um die Erholungswirkung klimafitter Wälder regelmäßig und langfristig zu beobachten.
Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW, Projektleitung) als bundesweiter Waldmonitoring-Institution sowie mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) durchgeführt. Die Projektleitung an der BOKU lag bei Christiane Brandenburg. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Waldfonds der Republik Österreich.
Weitere Informationen zum Projekt: https://forschung.boku.ac.at/de/projects/15534 (Schluss)
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