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Wien, 30. Jänner 2026 (aiz.info)

Jagd Österreich: Anton Larcher ist neuer Präsident

Tirols Landesjägermeister übernimmt von Franz Mayr Melnhof-Saurau

Tirols Landesjägermeister Anton Larcher hat mit 1. Jänner 2026 die Präsidentschaft von Jagd Österreich übernommen. Franz Mayr Melnhof-Saurau, Landesjägermeister von Steiermark, wechselt an die Stelle des 2. stellvertretenden Präsidenten. Neues Präsidiumsmitglied ist Wiens Landesjägermeister Norbert Walter als 1. stellvertretender Präsident. Maximilian Mayr Melnhof, Landesjägermeister von Salzburg, verlässt das Präsidium nach planmäßiger dreijähriger Amtszeit.

Internationale Zusammenarbeit, Datenhoheit & Öffentlichkeitsarbeit

Die Präsidentschaft des Tiroler Landesjägermeisters Anton Larcher steht unter dem Vorzeichen der zeitgemäßer Interessensvertretung: Moderne Öffentlichkeitsarbeit, internationale Zusammenarbeit und Daten auf dem neuesten Stand – das sind die Kernthemen, auf die Jagd Österreich unter Präsident Larcher setzen will:

„Politische Entscheidungen basieren zunehmend auf wissenschaftlichen Daten – und daher ist es nur konsequent, dass wir unser Engagement im Monitoring weiter ausbauen. Dies gilt insbesondere für die Herausforderungen rund um Großraubwild wie Wolf und Bär. Hier braucht es ein österreichweit einheitliches, faktenbasiertes und aktives Monitoring, getragen von der gesamten Jägerschaft.“

Auch der Blick nach Brüssel bestätigt die Notwendigkeit eines flächendeckenden Monitorings: Detaillierte Berichtspflichten aus den Mitgliedsstaaten fordern eine moderne Wildtierdatenbank, in welcher nicht nur Streckendaten, sondern auch Daten aus dem Monitoring und Lebensraumdaten zusammenfließen und dadurch einen umfangreichen Blick auf die Situation der heimischen Wildtiere bieten – ein Projekt, das bereits im vergangenen Jahr unter Präsident Franz Mayr Melnhof forciert wurde und nun in die Umsetzung kommen soll. „Eine Wildtierdatenbank schafft Transparenz, ermöglicht fundierte Entscheidungen und verschafft uns Jägerinnen und Jägern jene Datenhoheit, die notwendig ist, um in gesellschaftlichen und politischen Diskussionen auf Augenhöhe aufzutreten,“ kündigt Präsident Larcher an.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll im kommenden Jahr nicht zu kurz kommen. In den Amtsperioden der letzten Präsidenten konnten mit der Social Media Kampagne #DasIstJagd, der YouTube Minidoku #WhattheJagd, der Produktion von Kurzvideos und dem Online Medium jagdfakten.at bereits nennenswerte Erfolge in der Online-Kommunikation erzielt werden. Auch Präsident Larcher will in diese Kerbe schlagen und vor allem die urbane, jagdfernere Bevölkerung erreichen. Das sei notwendig, um den systemrelevanten Nutzen der Jagd für alle greifbar zu machen: „Nur wer klar verstanden wird, kann Vertrauen gewinnen. Und nur mit Vertrauen können wir Gesetzgebungsprozesse und gesellschaftliche Debatten wirksam mitgestalten.“

2026 wird zudem im Zeichen des internationalen Austauschs stehen. Die Internationale Jagdkonferenz unter dem Vorsitz des amtierenden Präsidenten bietet die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame europäische Lösungen zu entwickeln.

Präsident Larcher blickt zuversichtlich und ehrgeizig auf das kommende Jahr: „Mein Ziel ist klar: Ein Miteinander aller Naturnutzer auf Basis von Respekt, Wissen und Verantwortung. Nur so lassen sich die Interessen von Landwirtschaft, Forst, Tourismus und Jagd in Einklang bringen – und gleichzeitig unsere heimischen Wildtiere und Lebensräume erhalten.“ (Schluss)
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