Iran-Krieg beeinträchtigt Brasiliens Exporte mit Rind- und Hühnerfleisch nur wenig
Risiko ist erhöht
Brasilianische Rind- und Hühnerfleischexporteure rechnen nur mit begrenzten Beeinträchtigungen durch den Iran-Krieg, auch wenn die nahezu vollständige Sperrung der Straße von Hormus die Unternehmen dazu zwingt, Lieferungen umzuleiten und höhere Kosten zu tragen, um den Warenfluss aufrechtzuerhalten.
Der Konflikt hat laut MBI die Risiken für zwei der größten brasilianischen Fleischexportbranchen erhöht, insbesondere für Geflügel, das stark vom Nahen Osten abhängig ist. Die Exporteure finden eigenen Angaben zufolge jedoch noch alternative See- und Landwege, um Abnehmer in der Region zu beliefern. Zugleich habe die starke Nachfrage nach Rindfleisch in anderen Regionen dazu beigetragen, die Auswirkungen auf den brasilianischen Handel abzufedern.
Die brasilianischen Hühnerfleischlieferungen fließen trotz der logistischen Turbulenzen weiterhin in die wichtigsten Märkte des Nahen Ostens. Die Exporte seien im März auf dem besten Weg, die im Vorjahresmonat verschifften 476.000 Tonnen zu übertreffen, sagte der Präsident des Branchenverbands ABPA, Ricardo Santin, zu Reuters.
Um den Warenfluss aufrechtzuerhalten, hätten die Exporteure die Lieferungen über das Rote Meer und den Suezkanal umgeleitet und alternative Häfen sowie den Landtransport per Lkw genutzt, um Käufer im Irak, in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Ländern der Region zu erreichen, so Santin. „Das sind Alternativen, die länger dauern und kostspieliger sind“, sagte er und fügte hinzu, dass die höheren Kosten für Treibstoff, Lagerung, Transport und Kriegsrisiken teilweise von den Importeuren getragen würden, die ihre Lagerbestände aufrechterhalten wollten.
Im Jahr 2025 entfielen laut Datagro etwa 30 Prozent der brasilianischen Hühnerfleischexporte auf den Nahen Osten, wodurch die Geflügelbranche zu einem der am stärksten vom Konflikt betroffenen brasilianischen Agrarsektoren zählt. Dennoch gibt es laut Santin keine Anzeichen für einen sich abzeichnenden Überhang auf dem heimischen Markt.
Auch auf die Rindfleischexporteure hat der Krieg offenbar bislang nur begrenzte Auswirkungen. Allerdings warnte der Branchenverband Abrafrigo, eine Ausweitung des Konflikts könne die Logistikkosten weiter in die Höhe treiben.
Gleichzeitig passt sich der Sektor auch an Chinas Schutzmaßnahmen für Rindfleischimporte an, die Brasiliens Zugang auf eine Quote von 1,1 Millionen Tonnen mit einem niedrigeren Zollsatz beschränken. Mengen darüber hinaus unterliegen einem höheren Zollsatz von 55 Prozent. Brasilien, der weltweit größte Rindfleischexporteur, hat laut Abrafrigo seine Lieferungen auf Märkte wie die USA, die Europäische Union, Chile und Russland umgeleitet, während die weltweit knapper werdenden Rinderbestände die Nachfrage ebenfalls stützten.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stiegen Brasiliens Exporte von frischem und verarbeitetem Rindfleisch, einschließlich Innereien und anderer Nebenprodukte, wertmäßig um 39 Prozent auf 2,865 Milliarden US-Dollar, während die Mengen um 22 Prozent auf 557.240 t zunahmen, so Abrafrigo. (Schluss)
Der Konflikt hat laut MBI die Risiken für zwei der größten brasilianischen Fleischexportbranchen erhöht, insbesondere für Geflügel, das stark vom Nahen Osten abhängig ist. Die Exporteure finden eigenen Angaben zufolge jedoch noch alternative See- und Landwege, um Abnehmer in der Region zu beliefern. Zugleich habe die starke Nachfrage nach Rindfleisch in anderen Regionen dazu beigetragen, die Auswirkungen auf den brasilianischen Handel abzufedern.
Die brasilianischen Hühnerfleischlieferungen fließen trotz der logistischen Turbulenzen weiterhin in die wichtigsten Märkte des Nahen Ostens. Die Exporte seien im März auf dem besten Weg, die im Vorjahresmonat verschifften 476.000 Tonnen zu übertreffen, sagte der Präsident des Branchenverbands ABPA, Ricardo Santin, zu Reuters.
Um den Warenfluss aufrechtzuerhalten, hätten die Exporteure die Lieferungen über das Rote Meer und den Suezkanal umgeleitet und alternative Häfen sowie den Landtransport per Lkw genutzt, um Käufer im Irak, in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Ländern der Region zu erreichen, so Santin. „Das sind Alternativen, die länger dauern und kostspieliger sind“, sagte er und fügte hinzu, dass die höheren Kosten für Treibstoff, Lagerung, Transport und Kriegsrisiken teilweise von den Importeuren getragen würden, die ihre Lagerbestände aufrechterhalten wollten.
Im Jahr 2025 entfielen laut Datagro etwa 30 Prozent der brasilianischen Hühnerfleischexporte auf den Nahen Osten, wodurch die Geflügelbranche zu einem der am stärksten vom Konflikt betroffenen brasilianischen Agrarsektoren zählt. Dennoch gibt es laut Santin keine Anzeichen für einen sich abzeichnenden Überhang auf dem heimischen Markt.
Auch auf die Rindfleischexporteure hat der Krieg offenbar bislang nur begrenzte Auswirkungen. Allerdings warnte der Branchenverband Abrafrigo, eine Ausweitung des Konflikts könne die Logistikkosten weiter in die Höhe treiben.
Gleichzeitig passt sich der Sektor auch an Chinas Schutzmaßnahmen für Rindfleischimporte an, die Brasiliens Zugang auf eine Quote von 1,1 Millionen Tonnen mit einem niedrigeren Zollsatz beschränken. Mengen darüber hinaus unterliegen einem höheren Zollsatz von 55 Prozent. Brasilien, der weltweit größte Rindfleischexporteur, hat laut Abrafrigo seine Lieferungen auf Märkte wie die USA, die Europäische Union, Chile und Russland umgeleitet, während die weltweit knapper werdenden Rinderbestände die Nachfrage ebenfalls stützten.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stiegen Brasiliens Exporte von frischem und verarbeitetem Rindfleisch, einschließlich Innereien und anderer Nebenprodukte, wertmäßig um 39 Prozent auf 2,865 Milliarden US-Dollar, während die Mengen um 22 Prozent auf 557.240 t zunahmen, so Abrafrigo. (Schluss)
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