FAO-Lebensmittelpreisindex steigt den zweiten Monat in Folge
Über alle Sparten hinweg
Der FAO-Lebensmittelpreisindex (FFPI) ist im März 2026 weiter gestiegen. Dabei ziehen sich die höheren Notierungen durch alle Kategorien der in dem Index berücksichtigten Agrarrohstoffe, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem monatlichen Bericht laut MBI mitteilt.
Der FAO-Lebensmittelpreisindex (FFPI) lag demnach im März 2026 im Durchschnitt bei 128,5 Punkten und damit um 2,4 Prozent über dem revidierten Februarwert. Damit verzeichnete der Index den zweiten Anstieg in Folge. Neben fundamentalen Marktfaktoren spiegelte dies demnach auch die Reaktion auf höhere Energiepreise wider, die im Zusammenhang mit der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten stehen. Im Vergleich zum Vorjahr lag der FFPI um 1 Prozent höher, blieb jedoch weiterhin deutlich um 19,8 Prozent unter dem Höchststand von März 2022.
Der FAO-Getreidepreisindex erreichte im März durchschnittlich 110,4 Punkte und lag damit um 1,5 Prozent über Februar sowie um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Weizenpreise stiegen um 4,3 Prozent, gestützt durch eine Verschlechterung der Bestandsbewertungen in den USA infolge von Dürresorgen sowie durch Erwartungen geringerer Aussaatflächen in Australien angesichts voraussichtlich höherer Düngemittelkosten. Diese Aufwärtsbewegung wurde teilweise durch insgesamt günstige Bestandsbedingungen in Europa und einen intensiven Wettbewerb unter den Exporteuren begrenzt, der auf weiterhin komfortablen Versorgungsniveaus basiert.
Die Weltmarktpreise für Mais legten lediglich um 0,9 Prozent zu, da ein reichliches globales Angebot die Märkte weiterhin belastet. Unterstützung liefern Sorgen um die Bezahlbarkeit von Düngemitteln vor der Aussaat auf der Nordhalbkugel sowie verbesserte Aussichten für die Ethanolnachfrage infolge höherer Energiepreise. Auch die Preise für Gerste und Sorghum stiegen.
Der FAO-Preisindex für pflanzliche Öle lag im März im Durchschnitt bei 183,1 Punkten und damit um 5,1 Prozent über Februar. Gegenüber dem Vorjahr lag der Index um 13,2 Prozent höher. Getrieben wurde die Entwicklung durch steigende Notierungen für Palm-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl. Die internationalen Palmölpreise erreichten den höchsten Stand seit Mitte 2022 und lagen über den Preisen für Sojaöl, was vor allem auf Spillover-Effekte der stark gestiegenen Rohölpreise zurückzuführen ist. Gleichzeitig lieferten niedrigere als erwartete Produktionsschätzungen in Malaysia zusätzlichen Auftrieb.
Die Preise für Sojaöl stiegen nur leicht, da Erwartungen einer stärkeren Biokraftstoffnachfrage in den USA teilweise durch saisonal steigende Exportverfügbarkeiten aus Südamerika ausgeglichen wurden. Die Preise für Sonnenblumen- und Rapsöl wurden durch anhaltend knappe Verfügbarkeiten in der Schwarzmeerregion bzw. durch eine erwartete stärkere Nachfrage nach Rohstoffen infolge deutlich gestiegener Energiepreise gestützt.
Der FAO-Fleischpreisindex erreichte im März durchschnittlich 127,7 Punkte und lag damit um 1 Prozent über Februar sowie um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Schweinefleischpreise getragen, während Rindfleisch moderat zulegte und die Preise für Schaf- und Geflügelfleisch nachgaben. Die Schweinefleischpreise stiegen deutlich, gestützt durch höhere EU-Notierungen im Vorfeld einer saisonal stärkeren Nachfrage. Auch die globalen Rindfleischpreise legten zu, angeführt von Brasilien, wo eine geringere Verfügbarkeit von Schlachtrindern das Exportangebot bei gleichzeitig robuster globaler Nachfrage einschränkte. Die Geflügelfleischpreise gaben leicht nach, was auf schwächere Notierungen in Brasilien zurückzuführen ist, wobei Lieferungen in wichtige Zielmärkte im Nahen Osten über das Rote Meer umgeleitet wurden.
Der FAO-Milchpreisindex lag im März im Durchschnitt bei 120,9 Punkten und damit um 1,2 Prozent über Februar, blieb jedoch um 18,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit wurde erstmals seit Juli 2025 wieder ein Anstieg verzeichnet. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Preise für Magermilchpulver, Butter und Vollmilchpulver, während niedrigere Käsepreise den Anstieg begrenzten. Die Preise für Magermilch- und Vollmilchpulver werden gestützt durch eine robuste globale Importnachfrage und ein saisonal rückläufiges Milchaufkommen in Ozeanien. Im Gegensatz dazu gaben die Käsepreise in der EU weiter nach, belastet durch eine höhere Milchverfügbarkeit, eine gesteigerte Käseproduktion und eine verhaltene Exportnachfrage.
Der FAO-Zuckerpreisindex lag im März im Durchschnitt bei 92,4 Punkten und damit um 7,2 Prozent über Februar. Dies entspricht dem höchsten Stand seit November 2025, liegt jedoch weiterhin um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Rohölpreise beeinflusst, die die Erwartung verstärkten, dass Brasilien in der kommenden Ernte verstärkt Zuckerrohr für die Ethanolproduktion einsetzen wird.
Zusätzlicher Aufwärtsdruck ergab sich aus Sorgen über mögliche Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten auf die globalen Handelsströme. Dennoch wurde der Anstieg durch insgesamt günstige globale Angebotsaussichten für die Saison 2025/26 begrenzt, unterstützt durch gute Erntefortschritte in Indien und Thailand. (Schluss)
Der FAO-Lebensmittelpreisindex (FFPI) lag demnach im März 2026 im Durchschnitt bei 128,5 Punkten und damit um 2,4 Prozent über dem revidierten Februarwert. Damit verzeichnete der Index den zweiten Anstieg in Folge. Neben fundamentalen Marktfaktoren spiegelte dies demnach auch die Reaktion auf höhere Energiepreise wider, die im Zusammenhang mit der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten stehen. Im Vergleich zum Vorjahr lag der FFPI um 1 Prozent höher, blieb jedoch weiterhin deutlich um 19,8 Prozent unter dem Höchststand von März 2022.
Der FAO-Getreidepreisindex erreichte im März durchschnittlich 110,4 Punkte und lag damit um 1,5 Prozent über Februar sowie um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Weizenpreise stiegen um 4,3 Prozent, gestützt durch eine Verschlechterung der Bestandsbewertungen in den USA infolge von Dürresorgen sowie durch Erwartungen geringerer Aussaatflächen in Australien angesichts voraussichtlich höherer Düngemittelkosten. Diese Aufwärtsbewegung wurde teilweise durch insgesamt günstige Bestandsbedingungen in Europa und einen intensiven Wettbewerb unter den Exporteuren begrenzt, der auf weiterhin komfortablen Versorgungsniveaus basiert.
Die Weltmarktpreise für Mais legten lediglich um 0,9 Prozent zu, da ein reichliches globales Angebot die Märkte weiterhin belastet. Unterstützung liefern Sorgen um die Bezahlbarkeit von Düngemitteln vor der Aussaat auf der Nordhalbkugel sowie verbesserte Aussichten für die Ethanolnachfrage infolge höherer Energiepreise. Auch die Preise für Gerste und Sorghum stiegen.
Der FAO-Preisindex für pflanzliche Öle lag im März im Durchschnitt bei 183,1 Punkten und damit um 5,1 Prozent über Februar. Gegenüber dem Vorjahr lag der Index um 13,2 Prozent höher. Getrieben wurde die Entwicklung durch steigende Notierungen für Palm-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl. Die internationalen Palmölpreise erreichten den höchsten Stand seit Mitte 2022 und lagen über den Preisen für Sojaöl, was vor allem auf Spillover-Effekte der stark gestiegenen Rohölpreise zurückzuführen ist. Gleichzeitig lieferten niedrigere als erwartete Produktionsschätzungen in Malaysia zusätzlichen Auftrieb.
Die Preise für Sojaöl stiegen nur leicht, da Erwartungen einer stärkeren Biokraftstoffnachfrage in den USA teilweise durch saisonal steigende Exportverfügbarkeiten aus Südamerika ausgeglichen wurden. Die Preise für Sonnenblumen- und Rapsöl wurden durch anhaltend knappe Verfügbarkeiten in der Schwarzmeerregion bzw. durch eine erwartete stärkere Nachfrage nach Rohstoffen infolge deutlich gestiegener Energiepreise gestützt.
Der FAO-Fleischpreisindex erreichte im März durchschnittlich 127,7 Punkte und lag damit um 1 Prozent über Februar sowie um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Schweinefleischpreise getragen, während Rindfleisch moderat zulegte und die Preise für Schaf- und Geflügelfleisch nachgaben. Die Schweinefleischpreise stiegen deutlich, gestützt durch höhere EU-Notierungen im Vorfeld einer saisonal stärkeren Nachfrage. Auch die globalen Rindfleischpreise legten zu, angeführt von Brasilien, wo eine geringere Verfügbarkeit von Schlachtrindern das Exportangebot bei gleichzeitig robuster globaler Nachfrage einschränkte. Die Geflügelfleischpreise gaben leicht nach, was auf schwächere Notierungen in Brasilien zurückzuführen ist, wobei Lieferungen in wichtige Zielmärkte im Nahen Osten über das Rote Meer umgeleitet wurden.
Der FAO-Milchpreisindex lag im März im Durchschnitt bei 120,9 Punkten und damit um 1,2 Prozent über Februar, blieb jedoch um 18,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit wurde erstmals seit Juli 2025 wieder ein Anstieg verzeichnet. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Preise für Magermilchpulver, Butter und Vollmilchpulver, während niedrigere Käsepreise den Anstieg begrenzten. Die Preise für Magermilch- und Vollmilchpulver werden gestützt durch eine robuste globale Importnachfrage und ein saisonal rückläufiges Milchaufkommen in Ozeanien. Im Gegensatz dazu gaben die Käsepreise in der EU weiter nach, belastet durch eine höhere Milchverfügbarkeit, eine gesteigerte Käseproduktion und eine verhaltene Exportnachfrage.
Der FAO-Zuckerpreisindex lag im März im Durchschnitt bei 92,4 Punkten und damit um 7,2 Prozent über Februar. Dies entspricht dem höchsten Stand seit November 2025, liegt jedoch weiterhin um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Rohölpreise beeinflusst, die die Erwartung verstärkten, dass Brasilien in der kommenden Ernte verstärkt Zuckerrohr für die Ethanolproduktion einsetzen wird.
Zusätzlicher Aufwärtsdruck ergab sich aus Sorgen über mögliche Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten auf die globalen Handelsströme. Dennoch wurde der Anstieg durch insgesamt günstige globale Angebotsaussichten für die Saison 2025/26 begrenzt, unterstützt durch gute Erntefortschritte in Indien und Thailand. (Schluss)
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