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Heimische Milchanlieferung im Mai anhaltend hoch

Menge heuer um 5,1% größer als im Vorjahr - Saisonaler Höhepunkt erreicht

Wien, 15. Juni 2012 (aiz.info). - Die österreichischen Milchbauern haben im Mai 2012 ihre hohen Anlieferungen an die Molkereien und Käsereien beibehalten. Laut vorläufigen AMA-Berechnungen lag die Menge mit 280.605 t um 4,3% über dem Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Im Vormonat April wurde ein Plus von 3,9% verzeichnet. Von Jänner bis Mai 2012 lag die Anlieferung mit insgesamt 1,309.114 t um 5,1% über dem Vorjahresniveau. Mit dem Mai-Wert dürfte der saisonale Höhepunkt der heimischen Rohmilchproduktion erreicht worden sein, Experten rechnen ab Juni mit einem Rückgang der Lieferungen. Dies könnte in der Folge Druck vom Markt nehmen.

Deutscher Milchmarkt: Indizien für Erholung mehren sich

Am deutschen Milchmarkt steigt die Zahl derjenigen Experten, die für die nächste Zeit von einer Preiserholung ausgehen. Diese Ansicht wird aber weiterhin kontrovers diskutiert, berichtet Dow Jones News. Für die Aufhellung werden Entwicklungen bei der Nachfrage, aber auch auf der Angebotsseite genannt. Beim Angebot zeigt sich, dass der Höhepunkt der Milchanlieferungen auch in der BRD überschritten worden ist. Parallel dazu sinkt auch der Anteil der Inhaltsstoffe. Insofern werden Fett und Eiweiß in zweifacher Weise knapper. Aber auch in Deutschland liegt die Milchproduktion über dem Vorjahresniveau.

Auf der Nachfrageseite hatten die Abschlüsse zwischen Molkereien und dem Einzelhandel bei abgepackter Butter für Unzufriedenheit bei Milchbauern gesorgt. Der derzeit niedrige Preis an der Ladentheke belebt jedoch den Absatz von Butter in abgepackter und loser Form. Die Euroschwäche sorge überdies dafür, dass Exporte in Nicht-Euroländern belebt werden, so ein Molkereisprecher. Es werde daher von keinem weiteren Abwertungspotenzial bei Butter ausgegangen. Die Talsohle könnte also erreicht worden sein.

Im Vergleich zu Butter erweist sich Käse auch weiterhin als preisstützend. Der Absatz von deutschem Schnittkäse läuft im Inland sehr gut. Auch das Auslandsgeschäft (unter anderem in Russland) entwickelt sich dank dem schwachen Euro derzeit gut. Davon profitieren konnte auch der Handel mit Magermilchpulver. Dem gegenüber schwächelt das Segment Vollmilchpulver: China frage deutlich weniger nach als im Vorjahreszeitraum. Zudem sei das Angebot auf dem Weltmarkt derzeit hoch, wird betont. Bei Molkepulver konnten sich die Märkte angesichts gestiegener Preise leicht befestigen. Insgesamt zeigen sich die Milchmärkte in einer etwas geschwächten Verfassung, wobei sich die Anzeichen für eine Erholung verstärken. (Schluss) kam



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