Kiew/Astana/Moskau, 17. August 2012 (aiz.info). - Drei wichtige Produzenten von Getreide in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten - Russland, die Ukraine und Kasachstan - können 2012/13 zwischen 43 und 46 Mio. t an den internationalen Märkten anbieten. Das geht aus den jüngsten veröffentlichten Schätzungen für die nationalen Exportpotenziale hervor.
In der Ukraine hat ein leitender Vertreter des Landwirtschaftsministeriums die mögliche Exportmenge mit 21 bis 23 Mio. t beziffert. Die bisherige Exportprognose des Ministeriums belief sich auf 20 bis 21 Mio. t. Staatspräsident Viktor Janukowitsch erklärte am Dienstag dieser Woche, die inländische Getreideernte 2012 sollte mit rund 46 Mio. t zwar um mindestens 10 Mio. t niedriger ausfallen als im vergangenen Rekordjahr, aber dennoch die dritthöchste der zwei zurückliegenden Jahrzehnten sein.
Auch in Kasachstan wurde das voraussichtliche Exportpotenzial in dieser Woche nach oben korrigiert. Konkret schätzte der Exekutivsekretär im Landwirtschaftsministerium, Jewgenij Aman, dieses auf rund 12 Mio. t, während das Land nach den bisherigen Rechnungen des Ressorts lediglich 10 Mio. t Getreide ausführen könnte. Für die Exporte in dieser Höhe sollen unverkaufte Vorräte aus der mit 27 Mio. t guten Rekordernte 2011 sorgen. Die diesjährige Ernte dürfte rund 15 Mio. t Getreide bringen, schätzte Staatspräsident Nursultan Nasarbajew am Mittwoch, während das nationale Landwirtschaftsministerium bislang mit nur 13 Mio. t gerechnet hatte.
Das russische Getreideexportpotenzial 2012/13 soll 10 bis 11 Mio. t betragen, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident, Arkadij Dworkowitsch, in der Vorwoche. Nach seinen Worten seien vorerst keine Maßnahmen zur Beschränkung der Ausfuhren geplant. Laut Dworkowitsch erwartet die Regierung trotz erheblicher Ernteverluste durch Trockenheit und Hitze in einigen wichtigen Erzeugerregionen noch immer eine Getreideproduktion in Höhe von insgesamt 75 bis 80 Mio. t gegenüber 94,2 Mio. t in der vergangenen Saison. (Schluss) pom
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Schwarzmeerländer können bis zu 46 Mio. t Getreide am Weltmarkt absetzen
Russland, Ukraine und Kasachstan revidieren Prognosen nach oben
Links
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