Wien, 17. August 2012 (aiz.info). - "Die derzeit über die Medien geführten Diskussionen über die Förderungen in der Landwirtschaft sind willkürlich, aus parteipolitischen Gründen angezettelt und gehen an der Realität vollkommen vorbei. Agrarpolitik ist Politik für alle Menschen und eine gesicherte und hochqualitative Urproduktion von Lebensmitteln in Österreich muss weiter im Zentrum des politischen Willens stehen", stellt Bernhard Budil, Generalsekretär der Land&Forst Betriebe Österreich, fest. "Dass billige Wahlkampfpolemik auf dem Rücken der Landwirtschaft und damit zum Schaden der ganzen Gesellschaft geführt wird, dafür habe ich kein Verständnis", so Budil.
"Der weit überwiegende Teil der in die Landwirtschaft eingehenden Geldmittel sind Leistungsabgeltungen für Umwelt- und Qualitätsauflagen, die über den Produktpreis nicht abgegolten werden können und im Interesse und im Auftrag der Gesellschaft passieren. Auch die betrieblichen Unterstützungen sind keine "Gutwill"-Förderung, sondern eine mit der Entwicklung der EU entstandene Notwendigkeit, um eine gesicherte Lebensmittelversorgung aufrechterhalten zu können", unterstreicht der Generalsekretär.
"Die schwierigen Wetterbedingungen haben heuer bereits dazu geführt, dass weltweit in vielen Bereichen nur eine sehr schlechte Ernte eingefahren werden kann. Die Auswirkungen davon sind heute noch nicht absehbar, aber das Signal ist ein klares. Eine flächendeckende Landbewirtschaftung ist die zwingende Voraussetzung, wenn wir den Tisch der Bevölkerung auch in schwierigeren Zeiten gedeckt haben wollen. Es geht daher auch um viel mehr als um Geldverteilen: Es geht um das Interesse an leistbaren, sicheren und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, um Infrastruktur im ländlichen Raum, um die Vielfalt von Betriebsstrukturen, um Umweltschutz, Biodiversität und energiepolitische Herausforderungen, Lebensqualität, Landschaftsgestaltung und Tourismus", führt Budil die vielfältigen Aufgabenbereiche der heimischen Landwirtschaftsbetriebe an.
"Eine falsch verstandene Diskussion um Betriebsgrößen ist vor diesem Hintergrund völlig kontraproduktiv und zeigt von der geringen Sachkenntnis mancher agierender Personen beziehungsweise vom fehlenden Blick auf das Ganze", so der Generalsekretär. (Schluss)
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