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EU-Agrarminister diskutieren wichtige Entscheidungen in der Fischereipolitik

Reformprozess setzt sich fort

Luxemburg, 12. Juni 2012 (aiz.info). - Der heutige EU-Agrarministerrat in Luxemburg widmet sich ausschließlich der Fischerei. Dabei soll es zu einer politischen Einigung über die beiden wichtigsten Vorschläge im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) kommen: Zur Diskussion stehen die Vorlage für eine Verordnung über die grundlegenden Bestimmungen der Gemeinsamen Fischereipolitik sowie für eine Verordnung über die gemeinsame Markorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und Aquakultur. Darüber hinaus wird die dänische Präsidentschaft einen Sachstandsbericht über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) präsentieren.

GFP, die wichtigsten Vorschläge

Die grundlegenden Vorschriften der GFP haben im Besonderen eine nachhaltige Fischerei zum Ziel. Zu diesem Zweck sollte der höchstmögliche Dauerfangertrag (MSY) durch zahlreiche Maßnahmen wieder aufgebaut werden. Genannt werden mehrjährige Fangpläne, die Vermeidung unerwünschter Fänge beziehungsweise die Eliminierung von Rückwürfen, eine Regionalisierung sowie übertragbare Fischereibefugnisse (TFC). Österreich unterstützt diese Maßnahmen, die eine nachhaltige Fischereipolitik ermöglichen, und tritt daher für eine Bewirtschaftung der Bestände auf Grundlage des höchstmöglichen Dauerertrages zum ehest möglichen Zeitpunkt ein.

Der Vorschlag zur gemeinsamen Marktorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und der Aquakultur soll die Branche wettbewerbsfähiger und die Märkte transparenter machen. Dazu sollen für alle in der EU gehandelten Fischereiprodukte die gleichen Ausgangsbedingungen (level playing field) gelten und Erzeuger sowie Produzentenorganisationen gestärkt werden. Durch eine verbesserte Kennzeichnung sollen Konsumenten mehr Information über Fanggebiet, ob Wildfang oder Zucht, ob frisch oder aufgetaut, und die Fangmethode erhalten.

Europäischer Meeres- und Fischereifonds

Die dänische Präsidentschaft wird dem Rat einen Bericht über die Entwicklung des neuen Finanzierungsinstrumentes, dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF), vorlegen. Der neue Fonds soll helfen, die ehrgeizigen Ziele der Reform umzusetzen. Fischer würden auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Fischerei sowie Küstenbewohner in der Diversifizierung ihrer Wirtschaft unterstützt. Aus dem Fonds sollen Projekte zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Verbesserung der Lebensqualität entlang der europäischen Küsten finanziert werden. Geht es um Finanzierungsfragen im Fischereibereich ist es Österreich ein Anliegen, dass die traditionellen Investitionsförderungen in der Aquakultur weitergeführt werden. (Schluss) hub



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