Bonn 9. August 2012 (aiz.info). - In der ersten Jahreshälfte 2012 sind die deutschen Erzeugermilchpreise kontinuierlich zurückgegangen. Nachdem sie im März erstmalig in diesem Jahr unter die Vorjahreslinie gesunken waren, wurde zur Jahresmitte auch das Niveau vom Juni 2010 unterschritten. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) betrug das bundesweite Mittel für Milch mit 4% Fett und 3,4% Eiweiß im Juni 2012 nur mehr 29,50 Cent je Kilogramm. Zum Vergleich: In Österreich lag laut AMA der vergleichbare Preis im Bundesschnitt bei 31,83 Cent netto.
In Verbindung mit den steigenden Kosten für die Milcherzeugung stellt sich die Lage für die deutschen Milchviehhalter zunehmend schwieriger dar. Zumindest auf der Erlösseite ist jedoch eine gewisse Entspannung zu erwarten. Nach Einschätzung der AMI sollte im Juli in der bundesweiten Betrachtung der preisliche Tiefpunkt erreicht werden. "Sofern sich die Verwertungsmöglichkeiten der Milch für die Molkereien weiter stabilisieren, ist eine gewisse Erholung der Erzeugerpreise im Verlauf der zweiten Jahreshälfte durchaus möglich", betonen die Bonner Marktexperten. (Schluss) kam
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