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Argentiniens Rindfleischexport leidet unter starkem Peso

Heuer bereits 27% weniger Ausfuhren

Buenos Aires, 6. August 2012 (aiz.info). - Die argentinischen Rindfleischexporte sind auf ein Niveau gefallen, auf dem sie sich seit fast zwei Jahrzehnten nicht bewegt haben. Die Gründe für den Absturz sind die hohe Inflation und der starke Peso. Die Ausfuhren lagen in der ersten Jahreshälfte bei nur 60.295 t. Laut der argentinischen Handelskammer der Fleischindustrie, Ciccra, war das ein Einbruch von 27% - ausgehend von einem bereits schwachen Niveau Anfang des Jahres. Rund 28% der Exporte gingen ins Nachbarland Chile, 19% nach Russland und 7% nach Deutschland. Der Wert der Lieferungen belief sich auf USD 500 Mio. (EUR 408 Mio.), der Preis pro Tonne stieg im Jahr um 5% auf USD 8.288,- (EUR 6.768,-).

Argentinien verliert auf dem globalen Markt an Boden

Hält diese Tendenz an, wird Argentinien wahrscheinlich die vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium prognostizierten 280.000 t Fleisch für den Export in diesem Jahr um Meilen verfehlen. Argentinien hat auf dem globalen Rindfleischmarkt in den vergangenen Jahren stetig an Boden verloren. Exportbeschränkungen der Regierung, Preiskontrollen und eine große Dürre im Jahr 2009 führten dazu, dass viele Viehzüchter ihre Tiere en masse zur Schlachtbank führten.

Im vergangenen Jahr begann die Regierung in Buenos Aires, die Export- und Preisbeschränkungen zu lockern. Die Maßnahmen zeigten Wirkung: Die Viehzüchter fingen langsam wieder an, ihre Bestände zu vergrößern. Doch durch die jahrelang galoppierende Inflation und den Versuch der Regierung, den Wert des Peso dem Dollar gegenüber relativ stabil zu halten, konnten argentinische Konsumenten ausländische Fleischeinkäufer überbieten. "Die Exporte werden sich solange nicht erholen, bis der Wechselkurs korrigiert wird", heißt es bei Ciccra.

Im Jahr 2009 war Argentinien weltweit der drittgrößte Rindfleischexporteur. 655.000 t wurden damals verschifft. Mittlerweile geht eine optimistische Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums davon aus, dass das südamerikanische Land in diesem Jahr auf den achten Platz zurückfallen könnte, berichtet Dow Jones News. (Schluss)



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