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Dalli: EU-Schnellwarnsystem RASFF ist Garant für sichere Lebensmittel

Überprüfung der Verfahren und Überarbeitung der Regeln

Brüssel, 20. Juli 2012 (aiz.info). - Dank des EU-Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) konnten in den 27 Mitgliedstaaten zahlreiche Nahrungsmittelrisiken abgewendet oder abgemildert und die Sicherheit der Produkte durch entsprechende Kontrollen sichergestellt werden. Das zeigt ein heute von der EU-Kommission präsentierter Bericht. "Die EU-Verbraucher genießen das weltweit höchste Lebensmittelsicherheitsniveau. RASFF ist hierbei ein wichtiges Instrument; es ermöglicht die Identifizierung von Risiken und ihre Beseitigung und es stärkt damit das Vertrauen der Verbraucher in unser Sicherheitssystem", erklärte der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar John Dalli im Hinblick auf die Krisen im Vorjahr wie Fukushima, Dioxin und E.-coli.

2011 wurden über RASFF 9.157 Verstöße gegen das EU-Lebensmittelrecht gemeldet, wobei es 617-mal um schwerwiegende Risiken ging und 3.812-mal um neue Fälle. Von letztgenannten betrafen 3.139 Lebensmittel, 361 Futtermittel und 312 Lebensmittelkontaktmaterialien. Zu den häufigsten Problemen gehörten Aflatoxine in Futtermitteln, getrockneten Früchten und Nüssen, die sich vor allem auf Importe beziehen. In Reaktion darauf wurden die Sicherheitskontrollen an den EU-Außengrenzen verstärkt.

Die EU-Kommission hat aus den Krisen 2011 zahlreiche Lehren gezogen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau des RASFF durch eine Online-Meldeplattform, die eine noch schnellere und effizientere Abwicklung erlaubt, die Überprüfung bestehender Standardverfahren für die Krisenbewältigung, die Überarbeitung der Regeln für die Rückverfolgbarkeit, die gezielte Fortbildung zu Ermittlungen bei Lebensmittelkrisen und zum Umgang mit konkreten Risiken sowie zur Hygiene in der Primärproduktion für die wichtigsten Handelspartner und nicht zuletzt strenge Regeln für die Erzeugung von Sprossen und eine bessere Kommunikation in der Krise. Panik sollte durch eine frühzeitige und klare Information zukünftig vermieden werden, teilte die Kommission heute mit.

Weiters will man sich gemeinsam mit den Mitgliedstaaten darum bemühen, die Berichtssysteme weiter auszubauen, damit die nationalen Behörden ihre Ressourcen gezielter für Probenahmen und Prüfungen einsetzen können. Und ebenso wird die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Netzen und Warnsystemen verbessert. (Schluss) wol/mö



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