Rom, 6. Juli 2012 (aiz.info). - Die Italiener sparen jetzt auch kräftig beim Essen und haben seit Jahresbeginn die Ausgaben für Lebensmittel um 35,8% gekürzt. Wie eine Umfrage des Instituts SWG zeigt, wurde nicht nur die Produktmenge heruntergeschraubt, sondern auch die Qualitätsansprüche. So wird verstärkt auf Fisch, Fleisch, Spirituosen und Obst verzichtet, während um 3% mehr billigere Pasta eingekauft wird. Die Preisschlacht fällt zunehmend zugunsten der Diskonter aus. 49% der Italiener suchen sogar mehrere Supermärkte auf, um die Lebensmittelpreise zu vergleichen. Auch bei Reisen, Bekleidung und Freizeitausgaben wird der Rotstift angesetzt.
In Italien bestehen nach wie vor starke Unterschiede zwischen den Pro-Kopf-Ausgaben im industriereichen Norden und im ärmeren Landessüden. Nach Angaben des nationalen Statistikamts Istat gab 2011 eine Durchschnittsfamilie in der Lombardei EUR 3.033,- pro Monat aus, in Südtirol waren es EUR 2.941,-, in Sizilien betragen die Durchschnittsausgaben EUR 1.635,-, meldet die APA. (Schluss)
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