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Klima- und Energiefonds präsentiert Jahresprogramm 2010

Fördervolumen liegt heuer bei EUR 150 Mio. - Neue Geschäftsführerin

Wien, 10. März 2010 (aiz.info). - Mit einem größeren Budget im Vergleich zum Vorjahr sowie einer neuen Geschäftsführerin präsentierte der Klima- und Energiefonds heute sein Jahresprogramm 2010. Statt EUR 121 Mio. wie im Vorjahr steht heuer ein Fördervolumen von EUR 150 Mio. zur Verfügung. Die Mittel kommen jeweils zur Hälfte aus dem Verkehrs- und dem Umweltressort. Gemeinsam mit Ingmar Höbarth wird ab sofort Theresia Vogel die Geschäfte leiten. Die Förderschwerpunkte liegen in den Bereichen Forschung, Verkehr und Marktdurchdringung.

Berlakovich: Voraussetzungen für regionale Energieautarkie schaffen

Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien betonten die beiden zuständigen Regierungsmitglieder, Verkehrsministerin Doris Bures und Umweltminister Nikolaus Berlakovich, die große Bedeutung der Klimaschutzziele und die daraus resultierenden Chancen: Bures verwies darauf, dass sich die Beschäftigungszahlen im Sektor Umwelttechnologie in den kommenden Jahren verdoppeln werden. Berlakovich unterstrich, dass die Förderungen des Fonds als gezielte Anreize zu verstehen seien. "Im Bereich der E-Mobilität unterstützen wir Vorzeigemodelle für die Technologien der Zukunft. In den Klima- und Energie-Modellregionen schaffen wir bereits heute die Voraussetzungen für die regionale Energieautarkie. Dieses anwendungsorientierte Wissen kurbelt das Wirtschaftswachstum enorm an und bringt tausende green Jobs", betonte Berlakovich.

Für diese Anreize stehen heuer insgesamt EUR 150 Mio. an Fördervolumen bereit. Der Bereich Forschung (unterteilt in "Neue Energien 2020" und "Austrian Climate Research Program") ist mit EUR 40,5 Mio. dotiert. Mit EUR 56,5 Mio. wird der Sektor Verkehr gefördert, allein 19 Mio. davon sind für alternative Antriebssysteme und Fahrzeuge mit elektrischem Primärantrieb vorgesehen. Weitere EUR 52,5 Mio. fließen in den Bereich Marktdurchdringung, wobei hier allein Projekte in der Photovoltaik mit EUR 35 Mio. dotiert sind. Auch der Energieefizienz-Check für die Land- und Forstwirtschaft fällt in diesen Bereich.

"Langfristig erwirtschaften diese Projekte ein Vielfaches der Fördersummen und sind somit unverzichtbar für Wirtschaft und Umwelt", herrschte unter den beiden Ministern Einigkeit. "Wir fördern ganz bewusst Projekte mit großer Signalwirkung", sagte Geschäftsführer Höbarth laut APA. Durch den Multiplikator-Effekt könnten Impulse gegeben werden, "ohne die Kassen zu sprengen".

Ausweitung der Modellregionen

Der Fonds hat im vergangenen Jahr bereits 37 Gemeinden als Klima- und Energiemodellregionen ausgewählt, die insgesamt 840.000 Einwohner repräsentieren. Innerhalb von zwei Jahren werden hier Regions-Manager unter Einbindung aller relevanten Faktoren Energie- und Nachhaltigkeits-Konzepte für ihre Gemeinden und Regionen entwickeln. Das Förderprogramm sieht dafür eine Reihe von Begleitmaßnahmen vor.

"Für das Jahresprogramm 2010 haben wir die Erfahrungen der vorangegangenen Tätigkeitsjahre einbezogen und weiterentwickelt. Viele Programme basieren auf bereits bestehenden. Im Vorjahr wurden über 2.700 Projekte in 15 Förderprogrammen unterstützt. Wir wollen in den nächsten Wochen mit den ersten Ausschreibungen für heuer starten", berichteten die beiden Geschäftsführer. (Schluss)



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