Berlin, 10. März 2010 (aiz.info). - Mit einem Wert von EUR 47,3 Mrd. erwiesen sich die Agrarexporte der BRD nach vorläufigen Ergebnissen auch im Krisenjahr 2009 als relativ stabil. Während die Gesamtausfuhren der deutschen Wirtschaft um 18,8% einbrachen, mussten die Agrarexporteure vergleichsweise moderate Einbußen von 4,8% verkraften.
"Dies ist immerhin das zweitbeste Ergebnis für die deutschen Unternehmen nach dem Rekordjahr 2008. Der endgültige Wert der Agrarexporte 2009 wird voraussichtlich die EUR 50 Mrd.-Marke erreichen", teilte diese Woche der Parlamentarische Staatssekretär und Exportbeauftragte im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gerd Müller, mit.
Wichtigste Agrarexportgüter waren Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Milch und Milcherzeugnisse. "Der Export von Fleisch und Fleischerzeugnissen konnte gegenüber 2008 sogar um 1,3% auf ein neues Rekordergebnis von EUR 7,3 Mrd. gesteigert werden. Aber auch die Ausfuhren von Kakaoerzeugnissen (+5%) oder Zucker (+4,1%) konnten dem Wert nach zulegen", fügte der Exportbeauftragte hinzu. Die Ausfuhren von Milch und Milcherzeugnissen entwickelten sich hingegen nicht so positiv. Zwar konnten die Mengen um 1,1% auf 5,5 Mio. t gesteigert werden, dem Wert nach müssen aber Einbußen von 14,9% auf EUR 6,1 Mrd. verkraftet werden.
"Unsere wichtigsten Abnehmer waren in der EU die Niederlande, Italien und Frankreich. Außerhalb der EU waren es Russland und die USA. Ansehnliche Steigerungen konnten auf den Wachstumsmärkten mit großem Nachfragepotenzial, wie China, Vietnam oder Indien, erzielt werden. Das Volumen befindet sich aber immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Die deutschen Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sind stark und nutzen ihr Potenzial", so Müller. (Schluss)
Sie Sind noch nicht eingeloggt:ZURÜCK


