Washington, 5. Februar 2010 (aiz.info). - Die Bauernverbände der USA haben recht schnell Einspruch gegen die von Präsident Barack Obamas Regierung angekündigten, kostenreduzierenden Maßnahmen erhoben, die im Rahmen des USD 149 Mrd. umfassenden Budgetplans für das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) im Finanzjahr 2011 angekündigt worden sind (siehe aiz.info vom 03.02.). In erster Linie gebe es Bedenken im Hinblick auf die Kürzung der Subventionen, ein Thema, das die Produzentenverbände laut eigenen Angaben für erledigt hielten - zumindest für einige weitere Jahre -, als die "Farm Bill", das US-Agrargesetz, den Kongress passierte, berichtet der Nachrichtendienst Dow Jones.
Der Budgetentwurf zielt darauf ab, wettbewerbsfähige Farmer von den Beihilfen des USDA auszuschließen. Gruppen wie der Nationale Baumwoll-Rat (NCC) kritisieren allerdings, dass solche Ausschlüsse zu schmerzvoll für die Produzenten wären, wenn diese Mittel am nötigsten bräuchten. "Inmitten einer Kreditkrise macht es keinen Sinn, eine vitale Komponente des Cashflows von Schuldnern zu bedrohen", betonte NCC-Präsident Jay Hardwick.
Sojabohnen-Vereinigung: Nicht das Sicherheitsnetz aufschneiden
Die Sprecherin der Nationalen Vereinigung der Weizenproduzenten, Melissa George Kessler, sagte, dass die Beihilfen bereits vom Kongress festgeschrieben worden seien und dass die Weizenbauern darauf zählten. Auch die Amerikanische Sojabohnen-Vereinigung (ASA) kritisierte die Idee, die Farm Bill von 2008 abzuändern. ASA-Präsident Rob Joslin betonte: "Das Agrarsicherheitsnetz aufzuschneiden, um minimale Einsparungen zu erzielen, würde eine Industrie auf"s Spiel setzen, die nach wie vor einen Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Erholung und das Exportwachstum der USA darstellt."
Josil und der Präsident der Nationalen Bauernunion (NFU), Roger Johnson, sind außerdem felsenfest davon überzeugt, dass die Obama-Regierung mit ihrem Ziel, Milliarden US-Dollar an Stützungen für die Ernteversicherungs-Unternehmen einzusparen, zu weit geht. "Der NFU versteht, dass die Nation mit einer schwierigen finanziellen Situation konfrontiert ist und empfiehlt dem USDA, wichtige Programme in seinem Budgetvorschlag besser auszustatten", so Johnson. "Dennoch entspricht die Beschneidung des Ernteversicherungssystems um USD 8 Mrd. über zehn Jahre einer Enttäuschung, da dieses einen Teil des vitalen Sicherheitsnetzes für die Landwirte darstellt, welche eine ausreichende und sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten", betonte der NFU-Präsident. "Während es einen Bedarf bei den Ernteversicherungs-Verwaltungszahlungen für Unternehmen geben könnte, sollten alle Ersparnisse reinvestiert werden, um die Akzeptanz des Programms in Teilen des Landes zu verbessern, in denen die Farmer nicht teilnehmen", so Joslin. (Schluss) jun
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